Frühverantwortung

Kindheit und Jugend sind geprägt durch übermässige Frühverantwortung, sei es wegen familiärer Probleme, Resilienzentwicklung oder zu früher Übertragung von Verantwortung, was vom Auftragerteiler (zB Eltern oder Situation) vom Kind positiv erlebt wird, aber doch überfordert, so dass das Kind zum "Checker" wird.

Weil das Kind / junge Mensch auf Fragen keine Antworten findet (niemanden, der ihm beisteht / hilft / anleitet / begleitet / etc., muss es fühlen/erahnen/checken, was gut sein könnte. Fehlen dann geschulte Vorgehensweisen, können sich positive wie negative Strategien entwickeln, wie der junge Mensch seine Probleme löst. Es "fängt etwas an", was seinen Weg nimmt - und der ist, wenn ungenügend durch Lerntheorien unterlegt, nicht immer Garant für ein einfaches Leben. Der wachsende Mensch entwickelt sich und seine Intelligenz aufgrund eines 10 – 30 Jahre dauernden «Checker Gedankenkarussells» von Denken, Fühlen, Unsicherheit und mangelnder Rückbestätigung.

Ideales Beispiel:
Jemand hatte eine Managementausbildung und lernte:

a) Problem = Abweichung vom Soll zum Ist (Soll-Ist-Analyse)
b) Management = Probleme lösen
c) Problemlösungskreislauf: > Analyse > Ziele > Strategie > Massnahmen > Ressourcen > Kontrolle > Analyse > etc
d) Managementkreislauf: PEAK = Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren

So jemand kann schier jedes Lebensproblem auf eine erlernte, strukturierte Vorgehensweise lösen. Motivation und Vorgehensweise werden ein sehr erfolgreiche und selbstsichere Resilienz wachsen lassen.

Suboptimales Beispiel:
Jemand hatte keine Managementausbildung, keine Schulung für Problemelösen. Jetzt spürt die Person, vermutlich anfänglich unbewusst, dass sie aufgrund einer lieblichen Erscheinung und bei eher kindlichem Verhalten "ihre Probleme gelöst gekriegt", so fängt dieser junge Mensch an, das Leben mit Attraktivität, Lieblichkeit, Gefälligkeit, Lächeln, Bitten, Betteln oder Unterwerfung an zu lösen. Mit "Schmus". Die "Barbie" ist geboren und lebt vermutlich nicht einmal so schlecht.

Jedoch was erkannt werden muss: Da man seinem Schicksal durch eine Form von Fehlen / Mangel / Ungenügen ausgeliefert ist, beginne man seine Schwächen zu verdecken / cachieren / tarnen - camouflieren / etc. Und nutzt notbedingte Überbrückungsmechanismen. Wie gerne wenden wir uns aufmerksam unbeholfenen aber süssen Welpen zu.

Problembeladenes Beispiel:
Jemand hat so wenig Rückhalt, Mittel, Schutz und Unterstützung in seinem jungen Leben, so dass er bei den ersten Malen mit einer Lüge / einem faulen Trick / Risiko und Glück / Gaunerei / Illegalem - also dem grossen Beschiss seine Lebensprobleme zu lösen vermag, der kann gleich auf die Doppelspur ins Verderben geraten:

  • dauernd lügen müssen
  • dauernd bescheissen müssen
  • bald in der Illegalität und der Gewalt zu versinken
  • und "2. Spur": Deswegen auch später nicht zu erlernten und ordentlichen Vorgehensweisen zu gelangen

So jemand ist vielleicht mit 22 Jahren Clubbesitzer, verdient 500'000.-- im Jahr, fährt einen Lamborgini und feiert ab, hätte aber nichts an Schulung im Leben bei sich, womit er auf einem Computer mit Word ein Bewerbungsschreiben fehlerfrei schreiben und administrieren könnte. Und es besteht wenig Anreiz, das noch zu erlernen. Wozu auch? "I bims. Und läuft bei mir."

Mischformen:
Es gibt Menschen, die erscheinen dann in Mischformen aller möglicher Resilienzerscheinungen. Daraus entwächst nicht zu selten eine Person, die "macht sich ihre Welt, wie sie ihr gefällt". Solche Menschen habe die Begabung, ganz schnell den Resilienzfaktor zu wechseln, z.B. anfänglich schmusig. Wenn es nicht klappt, ändern auf trotzig. Geht immer noch nicht, wird die Person aggressiv und klagt nicht zu selten die Umwelt per Vorwürfen an (erzeugen von Schuldgefühlen). Geht es so immer noch nicht, erklärt sich die Person aus eigener Sicht für "ok" (anarchistische Regelung), da ja alle anderen schlecht sind, und löst das Problem, wie es ihr passt. Hierbei kommt es vorallem zu Verdrängungen / Wegsehen / Ignorieren / etc. Da nun jemand aber doch von anderen anerkannt / akzeptiert / gesehen und geliebt werden möchte, wählen "Verdränger" nicht zu selten Lebensaufgaben aus, welche sie gesellschaftlich positiv hervorheben: Engagieren sich übermässig beim Tierschutz, verklären sich "per Natur", verlieren sich in Heilweisen, Theorien, als Gutmenschen oder was auch immer ... - Hauptsache unbestritten nett und hilfsbereit.

Peter Handke schrieb den Satz: "In der Traurigkeit das Bedürfnis, schön angezogen zu sein."

 

Jona Jakob

Jona Jakob

Geschäftsführer humanness.de
Persönlichkeitsentwicklung  <

Inhaber Consensus Coaching
für Persönliche Entwicklung  <
bei innerer Unklarheit  <
Hochbegabte Erwachsene  <
Notbegabte Erwachsene  <

Aschaffenburg & Frankfurt a.M.
Zürich & Bern

 Personzentrierter Berater
Syst.-integr. Coach IHK
DBVC-anerkannt

 

Informationen zur Person
jonajakob.com

Informationen  fürs Coaching
coaching-aschaffenburg.de
coaching-frankfurt.biz

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